Wien in Bunt, Streckenwanderung vom Westbahnhof bis Yppenplatz über Brunnenmarkt

ca. 1h 0m
3.1 km
Westbahnhof, Europaplatz 2, 1150 Wien
Brunnenmarkt, 1160 Wien
barrierefrei
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Ist man farbenfroh und will Buntes sehen, muss man in den 15ten und 16ten gehen! Iris Denk, Margret Kurz, Claudia Nägler, Linda Robens haben die Route im Rahmen der INEX Sustainability Challenge 2012 in Kooperation mit www.wildurb.at entwickelt.

Karte

Auf Entdeckungsreise..

Herausforderung: 1 Sandale
Streckenwanderung: Westbahnhof bis Yppenplatz über Brunnenmarkt
Koordinaten: 48°11'47.87" N 16°20'22.74" E
Öffis: U3, U6 > Station Westbahnhof (Ausgang Felberstraße)

www.wildurb.at goes sustainable! Unter diesem Motto entstand im Rahmen des StudentInnen Projektes "INEX Sustainability Challenge 2012" folgender excellent recherchierter NachhaltigkeitsWALK durch Währing/Alsergrund. Vier junge Damen machten sich auf den Weg, um die nachhaltigen Wesenszüge der Stadt Wien zu erforschen. Was braucht eine Stadt, um nachhaltig zu sein? Was macht gerade diese Stadt zu einem Vorbild für Nachhaltigkeit? Wie können mehrere Sektoren auf einer Route verknüpft werden? Diesen Fragen wurde intensiv nachGEHgangen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen...

VERANTWORTLICH
für Konzeption, Inhalt, Umsetzung und Text:
Iris Denk, Margret Kurz, Claudia Nägler, Linda Robens

Diese Route entstand im Rahmen der INEX Sustainability Challenge 2012 in Kooperation mit www.wildurb.at

Track-Folder hier zum downloaden

Route digital downloaden unter

Denn will man doppelt nachhaltig walken, kann man diese außerordentlich umweltfreundliche Fortbewegungsart mit entsprechend thematischen Blickwinkeln kombinieren. Doppelt motiviert darf man dann erfahren, dass es nicht zwingend einen Wald braucht und keine grünen Auen, um der Nachhaltigkeit hautnah begegnen zu können.

Auch die Stadt bietet Nachhaltiges, im Großen als auch im Kleinen. Und weil der städtische Raum für einen immer größeren Teil der Menschen zum Lebensraum wird, ist die nachhaltige Entwicklung hier besonders bedeutend. Sowohl die Highlights, als auch Alltägliches der nachhaltigen Stadt können durchs Walken erkundet werden. Walk sustainable!

Ausgehend vom Westbahnhof geht’s über Felberstraße und Löhrgasse zur Bikekitchen in der Goldschlagstraße. Als überzeugter Walker verzichtet man jedoch darauf, hier auf das wohl nachhaltigste Fahrzeug für die Stadt aufzusteigen: Fahrräder, Drahtesel, Bikes – hält körperlich fit, braucht wenig Platz, weder Versicherung noch Sprit und ist genauso wie das Walken total frei von Abgasen.

Entlang der Goldschlagstraße gehend fällt einem dann der verkehrsfreie Bereich auf. Nicht nur spielende Kinder halten sich in diesem ruhigen Bereich gerne auf, sondern hier trifft sich auch die Nachbarschaft und der Austausch von Neuigkeiten trägt wesentlich zur Gemeinschaft bei. Gleich nebenan in der Hackengasse wird dann zu längerem Verweilen eingeladen: das Boutique-Hotel als erstes urbanes Null-Energie-Hotel bietet nicht nur Zimmer, sondern auch ein mit Lavendel begrüntes Flachdach und Tee im Garten für Durstige. Über die Märzstraße und die Tannengasse erreicht man dann die Markgraf-Rüdiger-Straße und schlendert in der Mitte der mit Bäumen gesäumten Straße. Beispiellos wird hier dem Fußgänger Platz geboten und der motorisierte Verkehr an den Rand gedrängt.

Über die Dankwartgasse erreichen wir den Vogelweidpark, der wie viele andere kleine Grünanlagen wichtig für das städtische Klima ist. Weiter walkt man entlang von Neumayrgasse und Ludo Hartmann-Platz, der Kindern und Junggebliebenen Möglichkeit zu Sport und Freizeitgestaltung bietet. In der Sandkiste werden Kinder aller Ethnien und Schichten mit einem guten Immunsystem ausgerüstet, aber richtig „multi-kulti“ wird’s erst beim Weitergehen am Brunnenmarkt, Marktplatz und Treffpunkt für Einheimische und MigrantInnen. Wer wünscht sich hier nicht auch in all den gesprochenen Sprachen richtig Feilschen zu können? Vielleicht findet sich im offenen Bücherschrank an der Ecke Brunnenmarkt/Grundsteingasse ja ein passender Sprachführer? Kostenlos werden hier gebrauchte Bücher getauscht – damit sie nicht am Müll landen. Mit Müll setzt sich auch der Künstler Görz Bury auseinander. In seinem Atelier hier in der Grundsteingasse können die Kunstwerke, ganz aus Müll gefertigt, besichtigt werden. Angetan vom Wiederverwerten von Altem und Gebrauchtem zieht es uns dann zum Yppenplatz ins Yppies. Kleider aus alten Anzughosen sind wohl eines der Highlights des Eco-Fashion-Shops.

Sozial Nachhaltig shoppt man hingegen beim Caritas Marktplatz. Naja, und ob man nicht ohnehin ausreichend Kleidung besitzt, kann man sich dann entweder gegenüber bei Rasouli und einem Glas Bio-Limonade überlegen oder während man sich in der Brunnenpassage an kreativen und künstlerischen Workshops beteiligt. Diverse Programme wie etwa der „Brunnenchor“ sollen nicht nur Kunst an sich, sondern auch das Miteinander der multikulturellen Gesellschaft fördern. Walker inklusive.

ÜBRIGENS...
Über die Funktion als grüner Aufenthalts- und Begegnungsraum hinaus, funktionieren innerstädtische Grünzonen wie kleine Kühl-Akkus und sorgen außerdem für die Zirkulation und Filterung der Luft. Dabei gilt: je größer umso höher ist die Kühlleistung und umso weiter dringt die Abkühlung in die umliegenden bebauten Gebiete vor.

Umgebungstipps

Bikekitchen
Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt, welche donnerstags ab 16Uhr jedem Interessierten beim Basteln und Reparieren zur Hand geht. Ab etwa 20.30 Uhr wird gemeinsam gekocht und gemeinsam gegen eine freie Spende gegessen. Zudem organisiert die Fahrradwerkstatt regelmäßig Konzerte, Filmabende, Veranstaltungen aller Art.
www.bikekitchen.net

Boutique-Hotel Stadthalle
Dieses Hotel hat neben seiner Null-Energie-Bilanz auch einen „Grünen Bonus“ von -10% bei Anreise mit nachhaltigen Verkehrsmitteln wie Zug oder Rad zu bieten. Wer eine Abwechslung vom Walken möchte und dem Radfahren in Wien zu anstrengend ist, kann sich dort auch kostengünstig Elektrofahrräder ausleihen.
www.hotelstadthalle.at

Brunnenmarkt
Allerhand Leckereien bietet der längste Straßenmarkt Europas, der 1786 gegründet
wurde und in Größe und Vielfalt nur dem Naschmarkt nachsteht. Täglich finden sich
hier zwischen 40-50, an Wochenenden sogar bis 120 Stände ein. Handeln ist hier
Pflicht.

Caritas markt_platz
Der markt_platz bietet geringfügige und Teilzeitbeschäftigung für junge Menschen mit Migrationshintergrund. Im Sortiment des Shops finden sich allerlei Leckereien, aber auch Design, beispielsweise Schmuck, T-Shirts oder Taschen. Reinschauen lohnt sich!
www.caritas-marktplatz.at

Brunnenpassage
Ziel der Brunnenpassage ist es, allen Bevölkerungsgruppen den Zugang zu zeitgenössischer Kunst zu ermöglichen. Hauptaugenmerk liegt hierbei auf partizipativen Kunstprojekten, in denen die BesucherInnen nicht nur Publikum, sondern auch Akteure sein dürfen. Alle Veranstaltungen sind kostenlos.
www.brunnenpassage.at