Die Zollergasse rollt den Teppich aus

Mit Ende Juni erstrahlt die Zollergasse im 7. Bezirk im neuen Gewand. Rechtzeitig zu Sommerbeginn entsteht zwischen Mariahilfer Straße und Lindengasse ein Aufenthaltsort mit Schatten und Sitzgelegenheiten. Dabei bekommt die Straße eine neue Pflasterung mit Teppichmuster. Sie erinnert damit an den Namensgeber der Straße, den Tuchhändler Michael von Zollern (1665-1756).

Durch die Umgestaltung soll die Zollergasse auch cooler und kühler werden. Dafür sorgen unter anderen acht großkronige Platanen, die bereits 10 m hoch sind und eine Baumkrone von 4 m haben. Zusätzlich gibt es zwei berankte, etwa drei Meter hohe Pergolen, deren Aussehen an Webrahmen erinnern, und Grünflächen mit Blumen und Stauden.

Visualisierung Zollergasse, © CR Korbwurf/janusch.co

Der Boden wird im Bereich der Baumscheiben entsiegelt, damit das Wasser gut abrinnen kann. Außerdem kommt das bewährte Schwammstadt-Prinzip zum Einsatz, das mit einer Schotterschicht den Pflanzenwurzeln mehr Platz und Wasser gibt. Passantinnen und Passanten verweilen zukünftig auf Sesseln, Bänken und Pendelsitzen in den Pergolen.

Wer Erfrischung vor Ort sucht, nutzt zukünftig den Trinkbrunnen oder die drei Quelldüsen und drei Nebeldüsen. Sie erzeugen im Bereich der FußgängerInnenzone einen kleinen Bachlauf erzeugen zur Kühlung. Dabei wird überschüssiges Wasser zu den Staudenbeeten und Bäumen abgeleitet. Die neue Entwässerung hat einen Sommer- und Winterbetrieb, sodass durch Streusalz verunreinigtes Wasser direkt in die Kanalisation fließt und nicht in den Wurzelbereich der Bäume eindringt.