Julius-Tandler-Platz im 9. Bezirk fertig umgestaltet

Der Julius-Tandler-Platz und die damit zusammenhängenden Radwege im 9. Bezirk sind fertiggestellt. Der Vorplatz des Franz-Josefs-Bahnhofs wurde von einer grauen Asphaltwüste zu einer ansprechend gestalteten Wohlfühloase mit Beeten, neuen Bäumen, Wasserspiel, moderner Pflasterung und attraktiven Sitzgelegenheiten.

Tausende von Menschen passieren täglich den Julius-Tandler-Platz, der als wichtiger Verkehrsknotenpunkt im 9. Bezirk den Franz-Josefs-Bahnhof, mehrere Straßenbahnlinien und die Alserbachstraße miteinander verbindet. In den vergangenen Jahren wurde der 8-geschoßige Überbau des Bahnhofs saniert und der Zugang zum Personenbahnhof verbessert.

Die gesamte Projektfläche des Julius-Tandler-Platzes (inklusive Nordbergstraße bis zum Spittelauer Platz) beträgt satte 8.000 Quadratmeter, auf denen entsiegelt und begrünt wurde. Das Bündel an Maßnahmen: 46 neue Bäume wurden alleine am Platz gepflanzt, darunter etliche großkronige XL-Bäume. Diese brauchen jetzt noch etwas Zeit zum Wachsen. Ab dem nächsten Frühjahr werden sie für Kühlung und Farbtupfer auf dieser vormals trostlosen Asphaltfläche sorgen. Die Grünfläche wurde von 21 auf 2.140 Quadratmeter verhundertfacht! Sessel, Bänke, Baldachine, Wasserspiele und Trinkbrunnen werten den Platz zusätzlich auf.

Besonders wichtig war bei dem umfangreichen Projekt, die Bürger:innen in die Planung einzubinden und so eine Lösung zu finden, die für alle Menschen einen Mehrwert bietet. In einer großangelegten Bürger:innen-Beteiligungsaktion wurden tausende Ideen eingebracht, die in die Gestaltung eingearbeitet wurden. So entstand in den vergangenen Monaten ein Grätzlzentrum für Jung und Alt, das – besonders ab nächstem Frühjahr – mit konsumfreien Aufenthaltsflächen, viel Grün und kühlenden Elementen zum Aufenthalt einlädt.

Auch am gegenüberliegenden Platzbereich zwischen Porzellangasse und Rotenlöwengasse wurde neue Pflasterung (passend zur Optik der Pflasterung am Julius-Tandler-Platz) verlegt und fünf neue Bäume gepflanzt. Durch das Pflaster kann Regenwasser versickern, um einerseits die Kanalisation bei Starkregen zu entlasten und andererseits durch die anschließende Verdunstung zur Kühlung beizutragen. Auch die Nordbergstraße wurde in die Gestaltung des Julius-Tandler-Platzes miteinbezogen und von Alserbachstraße bis zum Spittelauer Platz zur Begegnungszone. Große Grünflächen mit siebzehn zusätzlichen Bäumen spenden den um die Grünflächen angeordneten Sitzgruppen in Zukunft Schatten. Trinkhydranten liefern bestes Wiener Hochquellwasser zur Erfrischung.

Parallel zur Umgestaltung des Bahnhof-Vorplatzes wurde entlang von Fuchsthallergasse und Alserbachstraße auf einer Länge von über 1.200 Metern diese Radroute quer durch den Alsergrund zu einem sicheren und komfortablen Radweg ausgebaut. Damit gibt es nun eine super Radverbindung vom Donaukanal bis zum Gürtel!