Wiens 5. Schulstraße: in der Märzstraße im 14. Bezirk

Mit der Schulstraße in der Märzstraße gibt es in Wien mittlerweile fünf Schulstraßen. Die Maßnahme sorgt für mehr Sicherheit für Wiens Schulkinder.

Wien, 9.1.2020. Mehr Sicherheit für die Kinder, weniger Eltern-Bringverkehr, Zufriedenheit bei Schule, Eltern und vor allem Kindern: an vier Schulstandorte in Wien hat sich das Modell Schulstraße bereits bewährt. Das 30-minütige Fahrverbot vor Volksschulen an Schultagen ist eine erfolgreiche Maßnahme gegen das morgendliche Verkehrschaos. Die Schulstraßen sorgen für positive Reaktionen bei Kindern, Eltern und den Schulen. In der Märzstraße im 14. Bezirk gibt es nun Wiens 5. Schulstraße.

Birgit Hebein, Vizebürgermeisterin der Stadt Wien betont: „Wir erhalten viele positive Reaktionen von Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen zu den Schulstraßen und es freut mich, dass wir heute schon die fünfte eröffnen. Es wird ganz sicher nicht die letzte sein, weil wir als Stadt die Verantwortung tragen, dass Kinder auf ihrem Schulweg sicher und selbstbestimmt unterwegs sein können.“

Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner ist überzeugt von der Maßnahme: „Ich will aus Penzing den kinder- und familienfreundlichsten Bezirk Wiens machen. Maßnahmen wie Schulstraßen tragen dazu bei, dass Kinder sicher und vor allem auch gerne im Bezirk unterwegs sein können.“

Wien hat nun 5. Schulstraßen. Die neueste in der Märzstraße in Penzing.

v.l.n.r.: Michaela Schüchner (Bezirksvorsteherin Penzing), Alejandro Peña (Bezirksrat Penzing), Birgit Hebein (Vizebürgermeisterin), Kilian Stark (Klubobmann Grüne Penzing), Petra Jens (Fußverkehrsbeauftragte der Stadt Wien) und Kinder der OVS Märzstraße. ©Mobilitätsagentur Wien/Christian Fürthner

Schulstraße am Nachmittag

Vor der Ganztagsvolksschule in der Fuchsröhrenstraße in Simmering wurde erstmals auch die Schulstraße am Nachmittag getestet. Eine halbe Stunde vor Schulschluss, zwischen 15:30 und 16:00 Uhr, galt ein Fahrverbot für Kraftfahrzeuge. Die Maßnahme wurde zwischen September und Ende Dezember 2019 durchgeführt und begleitend evaluiert.

„Das temporäre Fahrverbot vor der Schule am Nachmittag hat eindeutig für mehr Sicherheit für die Kinder gesorgt“, so Fußgängerbeauftragte Petra Jens. Das Verkehrsaufkommen vor der Schule ist gesunken, gefährliche Situationen vor der Schule wurden entschärft. Aufgrund der positiven Ergebnisse des Versuchs, kann nun auch vor anderen Schulstandorten nachmittags eine Schulstraße eingerichtet werden.

In Simmering wird die Schulstraße am Nachmittag nicht fortgesetzt, das temporäre Fahrverbot in der früh gilt aber weiterhin. Um die Situation am Nachmittag dauerhaft zu verbessern wird in der Wilhelm-Otto-Straße eine Einbahn eingerichtet. In der Vereinsgasse im 2. Bezirk gilt ab 10. Februar zusätzlich zur Schulstraße in der früh auch am Nachmittag zwischen 15:30 und 16:00 Uhr ein temporäres Fahrverbot.

Weitere Schulstraßen möglich

Der morgendliche Autoverkehr vor Schulen kann zu brenzligen Situationen führen. Die Stadt Wien setzt zahlreiche Maßnahmen, um die Schulwegsicherheit zu erhöhen. Die Schulstraße ist eine davon.

An Schultagen gilt 30 Minuten vor Schulbeginn bzw. vor Schulende ein Fahrverbot für Kraftfahrzeuge. Zusätzlich zu den Fahrverbot-Schildern, die auf die „Schulstraße“ aufmerksam machen, wird der Straßenabschnitt während des Fahrverbots abgesperrt. Ziel ist es, das Verkehrsaufkommen vor Schulen und den Eltern-Bringverkehr zu reduzieren. Positiver Nebeneffekt: Kinder kommen vermehrt mit dem Fahrrad, dem Roller oder zu Fuß zur Schule, was gut für ihre Konzentration und für die Gesundheit ist.

Das Interesse bei Bezirken, Schulleitungen und Elternvereinen an Schulstraßen ist groß. Zahlreiche Anfragen zur Einrichtung einer Schulstraße sind bei der Stadt bereits eingegangen. Die Umsetzungsmöglichkeiten werden in jedem Fall einzeln geprüft. Interessierte Schul-, Eltern- oder BezirksvertreterInnen können sich an die Mobilitätsagentur Wien wenden.