Versiegelte Simmeringer Hauptstraße verwandelt sich zur begrünten Flaniermeile

2024 läutete das „Entrée Simmering“ auf Höhe der Litfaßstraße den Anfang der Umgestaltung auf der Simmeringer Hauptstraße ein. Nun erhält der weiterführende rund 700 Meter lange stark versiegelte Abschnitt zwischen Litfaßstraße und Zippererstraße – basierend auf einer Bürger:innenbefragung – ein umfassendes Glow-Up! Geplantes Bauende ist im Sommer 2027.

Stark versiegelte Verkehrsader verwandelt sich zur begrünten Flaniermeile

Die Geschäftsstraße ist dicht bebaut und verfügt über nur wenige Grünflächen, der Versiegelungsgrad des Projektabschnittes liegt bei 99,58 Prozent. Daher wurde in der Planung vor allem darauf geachtet, den Grünflächenanteil auf der Simmeringer Hauptstraße zu erhöhen und für umfassende Entsiegelung zu sorgen.

Bereits im Oktober 2024 wurde am Entrée der Simmeringer Hauptstraße auf Höhe der Litfaßstraße der Auftakt für die Umgestaltung gemacht – mit vier neuen Platanen, einer Grünfläche, Verbesserungen für die bestehenden Bäume sowie Bänken und einem Trinkhydranten.

52 neue Bäume, 25 Hochstammsträucher und 3.000 m² neue Grünflächen

Weiter geht es nun im Abschnitt bis vor die Zippererstraße: Im Zuge der Neugestaltung sind 52 neue Bäume in unterschiedlicher Größe geplant. Sie werden die charakteristische Platanenreihe der Simmeringer Hauptstraße fortsetzen und künftig wertvollen Schatten spenden. Überall dort, wo etwa wegen darunterliegender Leitungen, keine Bäume gepflanzt werden können, setzt die Stadt auf Hochstammsträucher und Großsträucher. Auch in der Simmeringer Hauptstraße sollen 25 neue, baumähnliche Hochstammsträucher Platz finden. Bestehende Bäume bleiben erhalten. Für mehr Artenvielfalt, Frische und Farbe im Straßenraum sind rund 3.000 m² Grünbeete geplant.

5.900 qm helle Pflasterung und mehr Platz für Fußgänger:innen

Der Abschnitt der Simmeringer Hauptstraße soll nicht nur grüner, schattiger und attraktiver gestaltet werden, sondern insgesamt besser zu nutzen sein – besonders, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Für weniger Hitzeentwicklung im Sommer kommt eine helle Pflasterung für die Gehbereiche, damit diese sich weniger stark aufheizen. In Summe werden durch die Neuerungen rund 5.900 m² Asphalt entsiegelt. Die Gestaltung des Straßenraums wird für eine angenehme Unterteilung, gute Sichtachsen und verbesserte Blickbeziehungen an den Kreuzungen sorgen. Stellenweise werden die Gehwege breiter angelegt, damit mehr Platz für das Gehen entsteht. Außerdem werden Querungen für Fußgänger:innen sicherer und barrierefrei gemacht und Haltestellen verbessert.

Um weitere Aufenthaltsbereiche zur Begegnung und Erholung zu schaffen, werden etliche kleine Aufenthaltsbereiche mit 30 neuen Sitzgelegenheiten errichtet. Zwei Trinkhydranten spenden in Zukunft frisches Wasser in bester Qualität.

Die Geschichte Simmerings vor Ort entdecken

Ein Highlight gibt es in Zukunft für alle Geschichtsinteressierten: Im gesamten Projektgebiet werden bald verteilt Granitelemente mit eingravierten Fragestellungen und QR-Codes installiert. Jede dieser Installationen greift eine unterschiedliche Fragestellung auf und lädt dazu ein, die Lokalgeschichte Simmerings zu entdecken. Durch das Scannen des jeweiligen QR-Codes können Interessierte spannende Informationen über die Geschichte der Simmeringer Hauptstraße sowie über die Geschichte Wiens abrufen.

Wünsche von Bürger:innenbefragung werden umgesetzt

Um die Simmeringer Bevölkerung von Beginn an in das Projekt einzubeziehen, fand im Frühjahr 2025 eine Befragung dazu statt. Wie bei allen Bürger:innenbefragungen ist auch das Ergebnis in Simmering eindeutig: Die Menschen wünschen sich mehr Begrünung und mehr Platz zum Zu-Fuß-Gehen und Verweilen. Anteilig betrachtet gaben 84 % der Teilnehmer:innen an, dass ihnen Begrünung und besseres Mikroklima wichtig sind. Als zweites wurden verstärkt Freiräume zum Rasten und Verweilen sowie mehr Sitzgelegenheiten genannt. Diese Wünsche sind in die Planung der Umgestaltung eingeflossen. Dieses Projekt wird aus Fördermitteln der Europäischen Union kofinanziert.

(c)www.OLN.at

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