Geh-Café Donaustadt
Straßenpark Wagramer Straße 100
Groß war das Interesse beim Start des zweiten Geh-Cafés 2026. Mit über 100 Spaziergänger:innen trafen wir uns bei der Wagramer Straße 100, wo vor kurzem noch viel asphaltierte Fläche den Aufenthalt unattraktiv gemacht hat. Jetzt befindet sich hier ein „Straßenpark“, der von Wiesen, Blumenbeeten und vielen neuen Bäumen geprägt ist. Sie machen den Straßenabschnitt und den Gehsteig zu einem kühlen Ort.
Generationenspielplatz Meißnergasse
Gleich um die Ecke besuchten wir den ersten Park, der für alle Generationen von null bis 99 Jahren geplant wurde. Vor 20 Jahren wurden die Bürger:innen nach ihren Wünschen und Ideen für einen gemeinschaftlichen Ort in ihrer Nachbarschaft befragt. So entstand ein Park, der wie ein „Wohnzimmer“ wirkt. Er bietet Angebote für Jugendliche wie für Pensionist:innen, Bereiche für Kleinkinder, ruhige Sitzbänke aber auch Sportgeräte und Tischtennistische.
Im Bezirk finden sich auch Bewohner:innen über das „Grätzllabor Donaustadt“ zusammen. Gemeinsam haben sie das „Plauderplatzerl“ am Mergenthalerplatz errichtet und auch andere Ideen im Bezirk umgesetzt.
Rundhalle Kagran
Die Rundturnhalle in der Steigenteschgasse wurde in den letzten Jahren saniert und kann für viele Ballsportveranstaltungen – wie Basketball und Volleyball – genutzt werden. Platz bietet die Halle für bis zu 600 Zuschauer:innen. Besonders für die vielen Sportvereine in der Donaustadt, aber auch für den Schul- und Breitensport ist die Rundhalle optimal ausgestattet.
Bildungscampus Friedrich Fexer
Am Bildungscampus in der Attemsgasse befinden sich ein Kindergarten und eine Ganztagsvolksschule unter einem Dach. Auch ein Standort der Musikschule Donaustadt ist hier untergebracht. Benannt ist der Bildungscampus nach Friedrich Fexer, einem Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus, der gemeinsam mit Schulkollegen Flugblätter gegen das Regime verteilte. Nach dem Krieg und seiner Haft studierte er, wurde Lehrer und setzte sich sein Leben lang für Themen im Bildungsbereich ein. Er soll den kommenden Generationen als Vorbild dienen und sie dazu ermutigen, ihre Meinung zu vertreten und Zivilcourage zu zeigen.
Kirschblütenpark
Das Viertel rund um den Kirschblütenpark ist in den letzten 25 Jahren entstanden. Seit den 1990er-Jahren ist die Einwohner:innenzahl in Kagran und in der Donaustadt stark gestiegen. Dadurch entstand eine hohe Nachfrage nach Wohnungen sowie nach Bildungseinrichtungen und Freizeitangeboten. Bei der Planung wurde darauf geachtet, das Viertel größtmöglich frei von Verkehr zu halten. Straßenbahnen und U-Bahn sind von hier aus gut erreichbar. Der Park selbst wurde nach japanischen Vorbild gestaltet. Man findet hier auch Straßennamen wie Tokiostraße oder Bonsaigasse.
Hier im Park, wo an diesem Apriltag die Bäume prächtig blühen, endete das Geh-Café mit Brötchen, Getränken und einem Schaumspitz der Konditorei Nöbauer. Für klassische musikalische Unterhaltung sorgten die Musiker:innen der Musikschule Donaustadt auf der mobilen Velostage.