Mobilität von Menschen mit Betreuungsaufgaben

Wie gestaltet sich das Mobilitätsverhalten von Personen die Kinder, ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen auf ihren Wegen begleiten? Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Mobilitätsentscheidungen und dem Gesamtarbeitsalltag?
Die Zwischenergebnisse einer vom B-NK durchgeführten Studie zum Thema wird am 28. April 2014 von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr in der Planungswerkstatt Wien präsentiert und diskutiert.

In der Studie „Gender Modul. Österreich unterwegs 2013/14“, durchgeführt vom Büro für nachhaltige Kompetenz B-NK GmbH, wird im Auftrag des BMVIT die Mobilität von Menschen mit Betreuungsaufgaben unter die Lupe genommen. In einer Vielzahl von Einzelgesprächen und Fokusgruppen-Interviews wird den Fragen nach den Besonderheiten beim Unterwegssein mit Kindern bzw. älteren Personen nachgegangen und es wird erforscht welche besonderen Bedürfnisse Personen auf ihren Begleitwegen haben.

Ältere Dame wird im Rollstuhl geschoben. Aufgenommen beim Generationenwalk am Donaukanal. Foto von Andrea Klem

Herausforderungen bei Alltagswegen
Die Ergebnisse der Studie zeigen Probleme und Herausforderungen bei Alltagswegen mit Kindern und Menschen im Alter. Zum Zu-Fuß-Gehen in Wien kommen Themen, wie Sicherheit im Verkehrsraum, Nicht-Rücksichtnahme von anderen Verkehrsteilnehmenden, beengte Verkehrswege, fehlende Barrierefreiheit und mehr zur Sprache. Deutlich wird aber auch, dass das Zu-Fuß-Gehen, als eine der angenehmsten Formen der Fortbewegung erlebt wird.

 

In Wien und in anderen Regionen in Österreich
Im Rahmen der Studie wird ein Vergleich zwischen Wien und anderen Untersuchungsregionen in Österreich, wie Graz, Eisenstadt, dem Südburgenland und Waldviertel sowie dem Defereggental in Osttirol möglich, was das Mobilitätsverhalten und die Einstellungen und Werthaltungen zum Thema Mobilität und zu den verschiedenen Verkehrsmitteln betrifft.

 

Präsentation der Zwischenergebnisse
Die ersten Zwischenergebnisse werden im Rahmen eines Dialogforums „Begleitwege“, organisiert von der Mobilitätsagentur, am 28. April 2014 von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr in der Planungswerkstatt am Friedrich-Schmidt-Platz 9, 1010 Wien, Erdgeschoß präsentiert und diskutiert.
Es gibt noch Restplätze für das Dialogforum – Anmeldung per E-Mail bei Maria Grundner maria.grundner@mobilitaetsagentur.at

Autorin: Dr.in Bente Knoll

 

 

Über die Autorin:
Bente Knoll, Geschäftsführerin im Büro für nachhaltige Kompetenz ist spezialisiert darauf in den scheinbar geschlechtsneutralen Bereichen, wie Stadtplanung, Verkehrsplanung, Mobilitätsforschung, Technik- und Ingenieurwissenschaften – aber auch in der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung –, die Relevanz von Gender aufzuzeigen und gemeinsam mit den handelnden Personen Strategien zu entwickeln, Gender-Perspektiven auch in diese Felder einzubringen.

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.