Zwei Kinder pusten einander Seifenblasen zu. Foto von Ernst Grünwald

Kleine Schritte mit großer Wirkung – der Weg ist das Ziel

Kinder sind mit allen Sinnen unterwegs und gehen Tag für Tag auf eine kleine Reise. Was für Erwachsene selbstverständlich ist, bringt sie zum Staunen. Für sie ist Mobilität nicht von einem Ort zum nächsten zu kommen, sondern die Nahe Umwelt entdecken. Daher sind Wege zu Fuß eine spannende Lebenszeit, während Wege mit dem Auto nur flüchtige Bilder und Eindrücke hinterlassen. Kinder lernen mit jedem Erlebnis, mit jeder Begegnung und entwickeln sich Schritt für Schritt.

Vorbild sein, erklären und begleiten

Alltagswege bieten auch eine gute Gelegenheit sich dem Thema Verkehrssicherheit ganz spielerisch zu widmen. Richtiges Verhalten im Straßenverkehr kann am besten durch ein Zusammenspiel aus Vorbildwirkung, Nachahmung und lobender Unterstützung erlernt werden. Nützen Sie die Neugier, Lern- und Wissbegierigkeit ihres Kindes um es auf ein Miteinander im Straßenverkehr zwischen allen Beteiligten- den Zu-Fuß-Gehenden, den Radfahrenden, Autofahrenden – zu sensibilisieren.

Anfangs reicht es, ihr eigenes sicheres Verhalten im Straßenverkehr zu beschreiben. Erklären sie je nach Alter und Entwicklung entsprechend die Verkehrssituation und beschränken sie sich auf eine Aktion die es festigen soll. So gilt das Gehen an der Gehsteiginnenseite an der Häuserfront als erste Grundübung. Dann folgt das sichere Stehenbleiben. Nehmen Sie sich Zeit und bleiben überall dort, wo man besonders Aufmerksam sein muss, stehen. Bereits Kleinkindern können den Unterschied zwischen Fußgängerbereich und Fahrbahnbereich üben. Mit der Zeit werden sie mit ihrem Kind die verschiedensten Verkehrssituationen erleben. Ermutigen sie ihr Kind gemeinsam mit ihnen zu handeln, dann wird es nach und nach das Gesehene selbst Nachahmen.

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Den öffentlichen Raum spielerisch kennenlernen

Manchmal ist es nett den öffentlichen Raum mit Hilfe von kleinen Spielen noch besser wahrzunehmen. Hier ein paar Anregungen die nach Lust und Laune erweitert und abgewandelt werden können:

  1. Verkehrszeichenspaziergang
    Das Kind bekommt die Aufgabe Verkehrszeichen auf dem Weg zu suchen und zu nennen. Oder nur ein bestimmtes Verkehrszeichen, z. B. Stoppschilder zu suchen und zu zählen.
  2. Am Boden ist was los
    Was bedeuten denn die vielen Linien und Symbole am Gehsteig? Wo ist der Fußweg, wo der Radweg – oder ist es doch gemischt?
  3. Mit geschlossenen Augen
    Verschiedene interessante Standorte werden auf dem Alltagsweg ausgesucht. Das Kind soll die Augen schließen und alles was es hört und wahrnimmt erzählen.
  4. Rollentausch
    Das Kind schlüpft in die Rolle des Erwachsenen und bringt diesen in den Kindergarten oder zum Einkaufen. Dabei erklärt es worauf es besonderes achtet und macht auf Gefahrenstellen aufmerksam.
  5. Fotodokumentation
    Das Kind darf mit einer Kamera seine Lieblingsplätze fotografieren. Es ist sicherlich interessant, wie sich diese im Laufe der Jahreszeiten verändern.

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