Der 15-jährige Manuli geht jeden Tag eine Stunde zu Fuß zur Schule. Seinem täglichen Fußmarsch haben sich mittlerweile weitere Mädchen und Burschen angeschlossen. Gemeinsam machen sie damit auf das Schicksal von Namuli aufmerksam – einem Mädchen aus Uganda, dass einen strapaziösen Schulweg in Kauf nehmen muss, um die Möglichkeit einer Schulbildung zu erhalten. Manuli geht für Namuli. Ein Gastbeitrag von Mili Amini, Bbanga Project. Es hat minus drei Grad und der 15-jährige Manuli geht seit Tagen, trotz Schnupfen zu Fuß zur Schule. Einer seiner
Kameraden fährt in der warmen und bequemen Straßenbahn an ihm vorbei. Fast 60 Minuten braucht der Schüler
der Montessori Schule Hütteldorf, um sein Ziel von zu Hause aus zu erreichen. Es regnet, es schneit und es ist kalt.
Mittlerweile haben sich ihm noch einige weitere Schülerinnen und Schüler angeschlossen, um zusammen ein Zeichen zu setzen.

Manuli geht täglich eine Stunde zur Schule. Mit dieser Aktion macht er auf Kinder in Uganda aufmerksam, deren Schulweg strapaziös und gefährlich ist.

Manuli und seine SchulkolegInnen auf dem Weg zur Schule. Jeder Schritt setzt ein Zeichen für Namuli in Uganda.

Der Grund ihres Fußmarsches: Die Geschichte eines kleinen Mädchens namens Namuli aus Uganda-Kalangala.
Bbangas werden die Steininseln im Victoria Lake in Uganda genannt auf dem Kinder, die nicht in die Schule
gehen abgesetzt werden, um den ganzen Tag zu fischen bis sie wieder abgeholt werden. Bbanga Project entschied
vor fünf Jahren diesem Treiben ein Ende zu setzen. Zehn Kinder zählten damals zu den ersten Patenkindern,
denen die Möglichkeit gegeben wurde die Schulbank zu drücken – an einem Ort, dessen Schulen teilweise Stunden
von ihrem zu Hause entfernt sind. Strapazen, die die Kinder auf sich nehmen um Bildung zu erhalten und so dem Teufelskreis der Armut zu entkommen.

 

Namulis Schulweg ist schwierig. Die Sechsjährige marschiert mit ihren kleinen Beinchen durch Wald, Abhang und leeren Feldstraßen. Dauer dieser Wanderung, wie eben auch bei Manuli, sind 60 Minuten.

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Vor einiger Zeit wurde das Bbanga Project von den Kindern der Montessori Schule Hütteldorf in Wien eingeladen, um die Arbeit und Projekte der Hilfsorganisation vorzustellen. Dabei begegneten wir dem unglaublich motivierten Manuli, dessen Name dem der kleinen afrikanischen Schülerin glich. Sofort war klar, mehr Menschen sollten diese Geschichte kennen. Der Schüler Manuli startete einen Spendenaufruf auf für Namuli.

Seit zwei Wochen marschieren nun die Kinder zusammen zur Schule und haben eine Challenge mit Sinn ins Leben gerufen. Mit den Hashtags #IamNamuli und #Manuli4Namuli motivieren sie Nachahmer sich ihnen anzuschließen und die Kraft ihrer Füße zu nutzen. Egal ob zur Schule, zur Arbeit oder zum Einkaufen. Jeder Schritt zählt und pflanzt ein Stück Namuli in ihre Herzen. Vor allem im schönen Wien wird jeder Spaziergang mit neuen Seiten der Stadt belohnt. Gab es da nicht immer dieses interessante Restaurant, die süsse Kirche oder die schöne Statue, die wir immer nur beim Vorbeifahren mit der Straßenbahn von weitem bewundert haben. Sei auch du wieder Tourist in deiner Stadt und das für einen guten Zweck.

Infos zu Bbanga Project
Bbanga Project ist eine NGO mit Sitz in Wien, mit dem Ziel der Fischergemeinschaft auf Ssese Islands in Uganda, die aus 86 Inselgruppen besteht, eine Zukunft zu schenken. Der Bau einer Schule ist in absehbarer Zukunft geplant, sowie die Umsetzung der SDGs in bestmöglichem Maße. http://www.bbanga-project.org/

Die NGO Bbanga Project unterstützt Inselkinder in Uganda u. a. durch Bildungsprojekte.

3 Kommentare

Sara Kazemi sagte am 05.02.2019, 14:33:
Tolle Sache! Die Kids machen´s uns vor! :) #IamNamuli #Manuli4Namuli
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Shady sagte am 06.02.2019, 10:39:
Go Bbanga Go Manuli ❤️
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Anonym sagte am 07.02.2019, 14:27:
Die haben auch eine gofoundme Webseite Ihr könnt spenden https://www.gofundme.com/manuli-for-namuli?sharetype=teams&member=871560&pc=wa_co_dashboard_a&rcid=b6de97e5d4a941bb89450d81d56bc772
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