„Denken im Gehen ist eines der wunderbarsten Dinge. Noch besser ist es denkend mit anderen Menschen zu Gehen. Philosophieren, diskutieren, Gedanken austauschen: All das geht wunderbar im Gehen.“ Petra Unger, Wiener Frauenspaziergänge über die Qualitäten des Zu-Fuß-Gehens.

Petra Unger, Kulturvermittlerin, Wiener Frauenspaziergänge: „Je langsamer die Bewegung, desto mehr kann wahrgenommen werden. Je schneller die Fortbewegung, umso mehr wird die Aufmerksamkeit an das Verkehrsgeschehen gebunden. Im Gehen ist zudem sinnliche Erfahrung in besonderer Weise möglich. Konzentration auf andere Dinge als auf die Fortbewegung ist möglich und Gehen erlaubt jederzeit Stehenbleiben, um noch intensiver wahrzunehmen, zu schauen, zuzuhören. Meine Frauenspaziergänge dauern im Schnitt zweieinhalb bis drei Stunden und folgen den Spuren von Frauen in der Stadtgeschichte. Meine Spaziergänger_innen sind ungefähr zwischen 15 und 70 Jahre alt. Meist sind es um die 20 Personen. Die Teilnehmer_innen schätzen diese Form der Wissensvermittlung auch deshalb, weil die Spaziergänge einen völlig anderen Bezug zur Stadt herstellen. Gehen bringt das Denken in Gang. Wenn ich über schwierige Dinge nachdenken will, kann ich das am Besten beim Gehen. Das können aktuelle Probleme oder auch wissenschaftliche oder komplexe Gedankenkonstrukte sein. Denken im Gehen ist eines der wunderbarsten Dinge. Noch besser ist es denkend mit anderen Menschen zu Gehen. Philosophieren, diskutieren, Gedanken austauschen: All das geht wunderbar im Gehen.“

Am 9. Juni 2006 fand unter der Leitung von Petra Unger der Mariahilfer Frauenspaziergang statt. 59 Frauen spazierten durch die Geschichte Mariahilfs ... Petra Unger groß im Bild

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