Kennzeichnung öffentlicher Durchgänge kommt gut an

Wissen macht schnell. Wer über öffentliche Durchgänge in seiner Umgebung Bescheid weiß, kommt rascher voran. Und hat beim Zu-Fuß-Gehen einen Vorteil gegenüber allen anderen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern.
In einem Pilotversuch zu Beginn des Jahres 2018 versah die Mobilitätsagentur drei öffentliche Durchgänge mit Hinweistafeln, um diese sichtbarer zu machen.

Die Universität für Bodenkultur untersuchte die Wirkung der neuen Kennzeichnung. In der bisher größten Studie zu diesem Thema wurden PassantInnen über öffentliche Durchgänge und deren Kennzeichnung befragt. Die Ergebnisse liegen nun vor.

–    Drei Viertel der befragten Personen begrüßen die Initiative und wünschen sich, dass künftig mehr öffentliche Durchgänge in Wien für Zu-Fuß-Gehende sichtbarer gemacht werden.

–    65 Prozent der Befragten attestierten den angebrachten Schildern einen positiven Gesamteindruck, was Farbe, Positionierung und Inhalt betraf.

–    Befragt nach Verbesserungsvorschlägen, wurden am häufigsten größere Schrift und stärkere Betonung der Piktogramme genannt.

Die Mobilitätsagentur wird mit den Ergebnissen arbeiten und sie in die Weiterentwicklung der Hinweisschilder einfließen lassen. Ziel ist es, innerhalb von zwei Jahren die wichtigsten Durchgänge jedes Bezirkes auch als solche zu kennzeichnen.

Die Ergebnisse der Befragung finden Sie hier: Vorher – Nachher Erhebung Öffentliche Durchgänge

5 Kommentare

Erika Ummenberger sagte am 30.03.2018, 18:58:
Kommunistische Vorgangsweise der Stadt Was soll das ??? Wie kommt die Stadt dazu, Leute zu animieren durch teilweise private Durchgänge durchzugehen. Das verärgert die Bewohner in WOHNHÄUSERN; offenbar haben die Damen und Herren in der Stadt keine Ahnung, wie sich die betroffenen Bewohner der Häuser durch Lärm belästigt fühlen (der Lärm im Erdgeschoß vervielfacht sich in den oberen Geschossen).
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Kathrin Ivancsits sagte am 03.04.2018, 14:36:
Liebe Frau Ummenberger, danke für Ihren wichtigen Einwand. Das sind Dinge, mit denen sich die Stadt selbstverständlich im Vorfeld auseinandergesetzt hat. Deshalb wird auf den Schildern auch auf die geltenden Regeln z. B. Verbot der Ruhestörung, Schließzeiten der Durchgänge, etc. hingewiesen. Die Markierung der öffentlichen Durchgänge mit Schildern erfolgt ausschließlich auf freiwilliger Basis, nach Zustimmung durch die HauseigentümerInnen. Liebe Grüße das Team von Wien zu Fuß
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Edda Böhm sagte am 03.04.2018, 11:22:
Super! Wienzufuss gefällt mir sehr gut! Im Hinblick auf mein Alter bitte ich um mehr Sitzgelegenheiten entlang der Fußwege. Müssen ja nicht gleich Bänke sein; es genügt vielleicht manchmal ein einfacher Stuhl o.ä. In Skandinavien war ich begeistert von etwas künstlerischen Sitzmöglichkeiten. Könnte man sowas auch bei uns organisieren?
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Kathrin Ivancsits sagte am 03.04.2018, 14:38:
Liebe Edda Böhm, danke für die positive Rückmledung. Das Thema mehr Sitzgelegenheiten ist ein sehr wichtiges und wird auch in der Stadtplanung immer mehr berücksichtigt. Kennen Sie die Sitzgelegenheiten an der Ottakringer Straße? Diese sind durchaus künstlerisch. Liebe Grüße
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Burkhard Dammann sagte am 07.04.2018, 09:49:
Eigentlich eine gute Initiative, ich bin selbst als Fußgeher und Radfahrer in der Stadt unterwegs, aber... Wer sich im 1. Bezirk umtut oder Städte wie Venedig oder Barcelona kennengelernt hat, weiß was die Öffnung der privaten oder halb-privaten Räume (Durchhaus, öffentlicher Durchgang) für die Anwohner in Zeiten von verschärftem Tourismus bedeuten kann. Aus einer eigentlich begrüßenswerten Initiative zur Erweiterung des öffentlichen Raums zur Nutzung durch die Bewohner der Stadt wird sehr schnell und meist unkontrolliert und unkontrollierbar ein durchkommerzialisiertes Nutzen (für Tourismus-Stadtführungen, Restauration, Billigtourismus usw.), mit allen negativen Folgen. Ein Beispiel? Die Einrichtung von Fußgängerzonen in tourismus-affinen Teilen der Stadt (d.h., da wo sie hinkommen, die Touristen) führte in vielen Städten immer wieder zu höhere Mieten, wodurch dann die alteingesessenen Läden vertrieben werden, steigende Lärmpegel, Müll, Wegzug von weniger finanzkräftigen Mietern etc. - das tägliche Brot in vielen Tourismusdestinationen. Juristisch- administrative Regelungsversuche fehlen meist oder bleiben ohne nachhaltigen Erfolg. Deshalb: im Vorab schon Folgeabwägungen, Einbindung/obligate Zustimmung der Betroffenen (Anwohner, nicht nur externe Nutzer) usw. Vorsichtige, kleine Maßnahmen im lokalen Bereich, die auch wieder zurückgenommen werden können. Sonst gilt: ' Gut gemeint ist auch daneben.'
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