Ein Fußgänger fährt mit einem Rollstuhlnutzer durch die Stadt. Foto von Sebastian Philipp

Minoritenplatz wird rollstuhltauglich

Wortwörtlich ein schwieriges Pflaster ist der Minoritenplatz für Personen, die im Rollstuhl, mit Rollator oder Kinderwagen unterwegs sind. Im Herbst werden nun barrierefreie Wege geschaffen: der Bezirk hat beschlossen umzubauen.
Möchte man den Minoritenplatz überqueren oder den Aufzug benutzen, der zur U-Bahn-Station Herrengasse führt muss man über Pflasterstein gehen. Der holprige Bodenbelag stellt für gehbehinderte Personen eine starke Belastung dar. Auch wenn man Kinder im Kinderwagen über den Platz schieben möchte, wird das Pflaster zur Herausforderung.

Seit Jahren haben sich der Verein BIZEPS und die Mobilitätsagentur für einen besser zugänglichen Weg über den Minoritenplatz eingesetzt.

Martin Ladstätter, Obmann von BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben begrüßt die Umgestaltung: „Es ist uns wichtig, dass die Stadt und ihre großartigen Straßen und Plätze barrierefrei nutzbar werden. Die nun angekündigte Umgestaltung des Minoritenplatz wurde von uns jahrelang mit Nachdruck gefordert und es freut uns, dass dieser wichtige Platz nun berollbar wird. Wichtig ist dabei auch, dass damit auch der einzige Aufzug zur U3 Station Herrengasse barrierefrei zugänglich wird.“

Der Minoritenplatz im 1. Bezirk ist gepflastert. Nun wird der Platz umgestaltet und so rollstuhltauglich.

Schon bald ist der Minoritenplatz im 1. Bezirk auch für Menschen im Rollstuhl gut berollbar.

Umgestaltung steht fest
Vergangene Woche hat der Finanzausschuss im 1. Bezirk beschlossen, den Minoritenplatz im Sinne der Barrierefreiheit umzugestalten. Zwischen Schauflergasse und Leopold-Figl-Gasse soll ein 1,5 Meter breiter Weg aus Natursteinplatten entlang der Hausfassaden errichtet werden. Dadurch wird der Lift für Menschen mit Kinderwagen und Rollstuhl leichter erreichbar.

Petra Jens, Fußverkehrsbeauftragte betont: „Es war höchste Zeit, diesen Platz mit barrierefreien Wegen auszustatten. Wo, wenn nicht dort, wo es mehrere Ministerien und öffentliche Einrichtungen gibt? Ich freue mich, dass die Mobilitätsagentur den entscheidenden Anstoß gegeben hat, hier endlich zu einer Lösung zu finden. Jetzt kann eine prominente Lücke im barrierefreien Wegenetz geschlossen werden.“

1 Kommentar

ulrike sagte am 30.07.2019, 15:47:
seeehr gut darauf hab ich schon lang gewartet
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