Strategien zum Fußverkehr

Der Fuß-Verkehr braucht visionäre, ambitionierte Ziele. Diese wurden beim Ersten „Netzwerktreffen Fußverkehr“ in diesem Jahr leidenschaftlich diskutiert.

Auf Einladung von Wien zu Fuß fand am 12.02.2014 in der Planungswerkstatt Wien das „Netzwerktreffen Fußverkehr statt. Mehr als 20 Personen aus Umweltorganisationen, Stadtverwaltung, von Bezirks-Agenda-Gruppen,  Behindertenverbänden, dem Lebensministerium und Fußverkehrs-Initiativen beteiligten sich an der Diskussion zum Thema „Strategien für den Fußverkehr“. Wien zu Fuß bedankt sich für die Teilnahme, den regen Austausch und die wertvollen Inputs.

Die Stadt Wien hat es sich, im Sinne der Nachhaltigkeit, zum Ziel gesetzt den sogenannten Umweltverbund, Mobilität ohne privaten Autoverkehr, zu stärken. Weniger Schadstoffbelastung, weniger Lärm, ein positiver Einfluss auf die Gesundheit und die Lebensqualität in der Stadt sind Folgen davon.

 „Erklärtes Ziel der Stadt Wien ist es, dem Fußverkehr mehr Bedeutung zu verleihen,“  begann  Oberstadtbaurat Thomas Keller seine Präsentation.  Wien startet seine Zukunftspläne bereits von hohem Niveau. Seit Jahren zählt die Stadt zu denen mit der höchsten Lebensqualität weltweit, wozu auch der hohe Zu-Fuß-Geh Anteil beiträgt. Schon jetzt werden etwa 28 Prozent der Wege Zu-Fuß erledigt.  „Um das Niveau nur geringfügig auszubauen benötigt es einiges an Aufwand“, so Keller weiter. Eine Strategie zum Fuß-Verkehr in Wien soll folgende Ziele erreichen: die Stabilisierung des Fußverkehrs auf hohem Niveau, die Steigerung der Qualität und Rahmenbedingungen fürs Zu-Fuß-Gehen, die Erhöhung der Verkehrssicherheit und die Verbesserung der Bedingungen für Personen mit besonderen Bedürfnissen.

Wesentliche Eckpunkte der Strategie sind die Finanzierung und das Monitoring. Denn „Qualität kostet“, so Thomas Keller realistisch und: „Wir brauchen Datenmaterial um zu wissen, wie es um den Fußverkehr bestellt ist.“ Verschiedene Maßnahmen und Datenquellen müssen herangezogen werden, um den Fußverkehr realistisch abzubilden. Beispielsweise Zählstellen an aussagekräftigen Plätzen und Bezirksanalyse-Karten, die die Bezirke und ihr (Fuß-)Wege-Netz akkurat abbilden.  Erst wenn der Status Quo ermittelt ist, kann in der Zukunft eine Entwicklung gemessen werden.

Auch Fragen zur Raumplanung und Gestaltung, zur Sicherheit und Orientierung fließen in die Strategie mit ein. So könnte in Wien ein einheitliches System aus beleuchteten Informations-Stelen entstehen, die den Zu-Fuß-Gehenden durch den Großstadtdschungel lotsen. Ergänzt durch moderne Technik wie Online-Routenplaner und Apps für mobile Endgeräte werden.

Ein Team der Stadt Wien, bestehend aus Expertinnen und Experten  zum Fußverkehr, unter der Leitung Thomas Kellers, arbeitet gemeinsam  am Strategiepapier.Die Teilnehmenden des Netzwerktreffens Fußverkehr wurden um inhaltliche Beiträge gebeten, um diese in ein Strategiepapier mit hoher Qualität einfließen zu lassen.

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