Heute bin ich zu Fuß da. Die Mobilitätsbox für Kinder.

Die Mobilitätsagentur Wien hat mit der Mobilitätsbox ein Angebot für Kindergartenkinder geschaffen. Die ersten Boxen sind bereits im Einsatz, zum Beispiel im Kindergarten Obere Augartenstraße.

„Ich bin zu Fuß gekommen“, sagt Nils und klebt einen runden türkisen Sticker auf das große Poster, das auf dem Boden liegt. „Ich auch“, ruft Tim. „Ist ja klar, ihr seid ja Brüder“, lacht Martha. „Ich bin mit der Straßenbahn gefahren“, berichtet sie. „Und ich bin mit dem Rad da“, ruft Momo. Er hat sein Fahrrad heute sogar mitgebracht. Heute Morgen geht’s im Kindergarten um Mobilität.

„Im Morgenkreis reden wir jeden Tag eine halbe Stunde über ein bestimmtes Thema“, erklärt Kindergartenpädagogin Stefanie. „Seit wir die Mobilitätsbox haben, beschäftigen uns die Themen Radfahren, Zu-Fuß-Gehen und Öffi-Fahren intensiv.“ Jeden Tag kleben die Kinder einen Sticker auf ein Poster um zu zeigen, wie sie in den Kindergarten gekommen sind. Im Laufe einer Woche entsteht so ein buntes Poster, das deutlich zeigt, wie die Kinder – und ihre Familien unterwegs sind.

„Die Kinder haben viel Freude dabei, jeden Morgen zu erzählen, wie sie in den Kindergarten gekommen sind. Bereits in der Früh sind sie zum Poster gelaufen und haben es bestaunt“, erzählt die Pädagogin Kathrin. Das die Mobilitätsbox Kinder und Eltern motiviert, ihr Mobilitätsverhalten aktiver zu gestalten bestätigt sie: „Ja, die Kinder wollen gerne mit dem Rad oder zu Fuß in den Kindergarten kommen.“

Mobilitätsbox für Kinder

Je früher Kinder das Zu-Fuß-Gehen und Radfahren in der Stadt entdecken, umso mehr finden sie auch im Erwachsenenalter gefallen daran. Die Mobilitätsagentur Wien hat deshalb mit der Mobilitätsbox ein Angebot für Kindergartenkinder geschaffen. Diese Box enthält Spiel-, Experimentier- und Bewegungsmaterialien sowie einen Leitfaden mit 15 Aktionsideen zur Mobilitätsbildung. Die Kindergarten-Mobilitätsbox soll das Interesse an aktiver Mobilität fördern und enthält Anregungen zur Beteiligung und Mitgestaltung der Kinder.

„Ich bin begeistert von der Box. Eigentlich hat meine Kollegin Kathrin sie ausgeborgt. Jetzt arbeiten wir beide damit“, so die Kindergartenpädagogin Stefanie.

Radfahrteile, Spielen und jede Menge Spaß

„Das sind Katzenaugen“, weiß Elias und zeigt auf die Reflektoren, die an den Speichen von Momos Fahrrad angebracht sind. „Und wofür braucht man diese?“ möchte Stefanie wissen. „Damit man das Fahrrad im Dunkeln gut sehen kann!“ ruft Anton. Unter den 20 Kindern der Gruppe ist ein lebendiges Gespräch rund um die Teile eines Fahrrads entstanden. „Das fühlt sich ganz rau an“, bemerkt Ekke, als er über das Profil des Reifens streicht.

„Ich will Memory spielen!“ In kleinen Gruppen spielen nun die Kinder Memory, blättern im Buch „Was war hier bloß los?“ und bauen Figürchen zusammen. Es ist nicht leicht, sich zu entscheiden, womit man zuerst spielen möchte. „Ihr könnt in ein paar Minuten das Spielzeug tauschen“, erklärt Stefanie den Kindern – und stellt den Frieden wieder her.

Momo schiebt sein Fahrrad auf die Seite und geht zum Memory-Spiel. „Morgen möchte ich auch mit dem Rad in den Kindergarten kommen. Ich frag nachher gleich meine Mama“, beschließt die kleine Laura.

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