Barrierefreiheit. Worauf kommt es an?

Barrierefreie Umgebungen ermöglichen ein selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Behinderungen. Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen bietet die Gelegeheit, zu erklären, worauf es bei der barrierefreien Straßengestaltung ankommt.

Der 3. Dezember wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen erklärt. Der Tag soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen wachhalten und den Einsatz für die Würde, Rechte und das Wohlergehen dieser Menschen fördern.

Wenn es ums Thema Behinderungen geht, fällt – zumindest im der Mobilität – schnell der Begriff Barrierefreiheit. Was ist nötig, damit sich Menschen mit Behinderungen gut durch eine Stadt bewegen können? Was gilt es, in Planung und Straßenbau zu beachten?

Person in Rollstühl wird über taktile Leitlinien geschoben

Barrierefreiheit beginnt bei scheinbar kleinen Dingen. Markierte Poller, taktile Boden-Leitsysteme, Absenkungen der Gehsteige und viele weitere Maßnahmen erleichtern den Weg durch die Stadt. Berollbare Gehflächen sind wichtig für alle Menschen, die mit Trolly, Rollmobil oder beispielsweise einem Rollstuhl unterwegs sind. Die kleinsten Unebenheiten sind unangenehm. Kanten, Spalten und Fugen im Belag am Gehsteig oder an Querungsstellen über die Fahrbahn können Hindernisse sein.

Essentiell um die Mobilität für Zu-Fuß-Gehende barrierefrei sicher zu stellen, sind Zugänge in Gebäude. Eingänge sollen hindernisfrei passierbar sein. Ein Umbau einer Einzelstufe vor einem Eingang wurde in jüngster Vergangenheit wesentlich erleichtert. Seit dem ersten Halbjahr diesen Jahres genügt eine Bauanzeige, eine langwierige Baubewilligung ist nicht mehr notwendig. Mehr dazu: Auf der Schwelle zur Barrierefreiheit

Zebrastreifen, Fahrbahn, taktile Leitsysteme auf der Ottakringer Straße. Foto von Gerd Götzenbrucker

Es bleibt noch viel zu tun

Die Stadt Wien muss sich, was das Thema Barrierefreiheit betrifft, nicht verstecken. Sehen Sie sich den Vorplatz des neuen Hauptbahnhofs oder die Mariahilfer Straße an. Hier wurden die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen in Planung und Umsetzung weitestgehend berücksichtigt. Verbesserungspotential gibt es dennoch in der Stadt. Für Menschen mit Sehbehinderungen wären durchgehende taktile Leitsysteme entlang sämtlicher Wege im öffentlichen Raum wünschenswert und an Kreuzungen sind großräumige Lösungen für ausreichend Aufstellflächen gefragt, um Menschen, die Hilfsmittel nutzen, die benötigte Fläche zu bieten.

Worauf es in der Barrierefreiheit im Tourismus ankommt können Sie in der von mir mitverfassten Publikation „Barrierefreiheit im Tourismus – Aspekte der rechtlichen und baulichen Grundlagen“ nachlesen. pdf zum Downloaden.

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